Möbel für den Garten DEDON-GRÜNDER BOBBY DEKEYSER

 

Der Erfolgsunternehmer über Möbelentwicklung nach dem Lustprinzip und Ferien mit Designern wie Daniel Pouzet. Bobby Dekeyser war Torwart bei Bayern München und hat die berühmte Möbelfirma Dedon aufgebaut. Wir haben uns mit dem charismatischen Unternehmer über seinen Werdegang unterhalten.

Herr Dekeyser, wie kommt man als Ex-Fussballprofi dazu, ausgerechnet Luxus-Gartenmöbel zu entwerfen?
Bobby Dekeyser: Ich habe immer in einer Grossfamilie gelebt, mit drei Generationen unter einem Dach. Und die Terrasse und der Garten sind für uns immer der Ort gewesen, wo wir gemeinsam essen, Feuer ­machen, grillen und es uns bequem machen. Dazu hatten wir früher Rattanmöbel, aber die gingen jedes Jahr kaputt, wenn man sie draus­sen hat stehen lassen. So kamen wir auf die Idee, Möbel zu entwickeln, die witterungsbeständig sind und dabei trotzdem grosszügig und gemütlich sind.

Produkte wie das «Hängende Nest» haben Sie nach dem Lustprinzip entwickelt. Wie muss man sich das vorstellen?
BD: Das Besondere an Dedon ist das ­Irrationale, die Fantasie, die dahintersteckt. Unsere Möbel sind nicht kalkuliert und kalt, ­sondern gelebt. Zum Beispiel «Nestrest»: Während einer Kreativpause in unserem ­Resort Dedon Island auf den Philippinen fand der Designer Daniel Pouzet wunderschön ­geflochtene Vogelnester, die ihn an seinen Kindheitstraum eines eigenen Nests erinnerten. Beim Abendessen präsentierte er uns den ersten Entwurf, und der Rest ist Design­geschichte

Sie gehen also mit Ihren Designern zusammen in die Ferien?
BD: Absolut! Denn die Beziehungen zu unseren Designern basieren eher auf Freundschaft als auf Arbeit. Die Chemie muss einfach stimmen; sonst entsteht dabei kein schönes Produkt. Wir lassen unseren Designern so viel kreative Freiheit wie möglich und halten die Vorgaben so gering wie nötig. Wir wünschen uns, dass unsere Designer für uns Produkte entwickeln, von denen sie träumen, von denen sie glauben, dass die Menschen wirklich Freude an ihnen haben werden. Auftragsarbeiten fehlt häufig das gewisse Etwas, und sie wirken ein wenig lieblos.